Pimp my ESPRIMO Mobile V5535

Foto vom LatopEs war einmal ein kleiner IT-Nerd der unbedingt wieder ein Notebook haben wollte. Kosten sollte es aber nicht viel, anständige Akku Laufzeit und kein Schminkspiegelchen als Display.

Irgendwann ergab sich für mich dann mal die Gelegenheit von einem Kumpel ein älteres Notebook zu übernehmen. Eben das oben genannte ESPRIMO Mobile V5535 von Fujitsu Siemens. Die wichtigsten Leistungsdaten: Intel Celeron M 1,87 GHz, 512MB RAM, 15,4″ Display, 80GB Festplatte, Akku im Eimer und keine Betriebssystemlizenz. Fürs erste sollte das doch eigentlich reichen. Der Preis war auch ok, also hab ich zugeschlagen.

Bereut hab ich den Kauf nicht. Aber so ganz reichte mir die Ausstattug dann doch nicht. Mein erster richtiger Blog Eintrag wird sich also mit meinen Umbauten an dem Notebook beschäftigen.

Software

Bevor ich zur Hardware komme, ein paar Worte zum Betriebsystem. Da ich keine Lust hatte mir eine weitere Windowslizenz zu zu legen, hab ich mich für Linux entschieden. Ich bin was Linux betrifft kein Frischling mehr da ich mich beruflich oft genug mit Linux beschäftigen muss, aber der absolute King bin ich nicht. Also fiel meine Wahl auf Ubuntu 10.04. Die Begründung ist recht einfach. Zum einen finde ich das Ubuntu von hause aus so konfiguriert ist, dass man einfach loslegen kann. Desweiteren ist die deutschsprachige Seite ubuntuusers.de ein super Portal bei dem ich bis jetzt fast immer fündig geworden bin, wenn ich was gesucht habe. Auch bei dem größten Problem beim Einrichten, die Installation der Grafiktreiber. Aber dazu ein anderes mal.

Hardware :: RAM

Foto vom Arbeitsspeichermodul Zuerst musste ich etwas am Arbeitsspeicher ändern. 512MB sind halt einfach zu wenig und nicht mehr zeitgemäß. Ein ehemaliger Studienkollege von mir hatte von einem defekten Notebook noch Teile über. Die beiden 1GB Module vom Typ Kingston KVR667D2S5/1G  passten. Also rein damit. Somit stehen mir jetzt 2GB RAM (minus 32MB für die S3 Grafikkarte) zur Verfügung. Langt.

Der Einbau gestallte sich bis auf eine Kleinigkeit recht einfach. Vier Schrauben an der Rückseite lösen, Deckel abnehmen, alter Speicher raus, neuer Speicher rein, Deckel drauf, Schrauben rein, Fertig. Dumm nur, dass genau der erste Schritt nicht ganz funktioniert hat. Eine Schraube hab ich sofort doll gedreht gehabt. Anscheint hat FSC um den Preis zu drücken sehr billige und damit weiche Schrauben verbaut. Da ich keinen Bock hatte Aufwändig die Schraube rauszuoperrieren, hab ich einfach mit nem 10mm Metallbohrer das Plastik rund um die Schraube weggebohrt. Schmutzige Lösung aber naja.

Hardware :: AKKU

Foto vom AkkuWas ist ein Notebook ohne einen funktionierenden Akku? Richtig, ein unperformanter aber Strom sparender PC. Das war jedoch nicht die Zielsetzung. Also bei eBay einen Akku bestellt. 4400mAh dachte ich müssten ja für richtig lange Laufzeit sorgen. Falsch gedacht. mehr wie 2 Stunden Laufzeit waren mit der ollen Celeron CPU nicht drin. Zusätzlich macht der Akku nur 10,8 V während der originale Akku 14,4 V hatte. Zusätzlich stört mich, dass die Akku Restlaufzeit nicht ausgelesen werden kann. Die übrigen Prozente zwar schon, aber nicht die komfortable Laufzeitschätzung. Selbst die von Ubuntu mitgelieferten Screenlets rechnen sich sowas nicht aus.

Die Daten, die ich über cat /proc/acpi/battery/BAT0/info bekomme geben zumindest ein paar genauere Infos über das kleine Energiepäckchen.

present: yes
design capacity: 4400 mAh
last full capacity: 4310 mAh
battery technology: rechargeable
design voltage: 10800 mV
design capacity warning: 440 mAh
design capacity low: 0 mAh
capacity granularity 1: 0 mAh
capacity granularity 2: 0 mAh
model number: e02747401C41C38007756
serial number: 04E1
battery type: LION
OEM info: MAIN SDI SDI

Wenn man dann noch cat /proc/acpi/battery/BAT0/state betrachtet, so kommt zumindest Hoffnung auf, dass man mit ein wenig scripten dann noch das mit der Restlaufzeitan hinbekommt.

present:                 yes
capacity state:          ok
charging state:          charged
present rate:            2667 mA
remaining capacity:      3313 mAh
present voltage:         11384 mV

Fazit

Das Esprimo Mobile 5535 ist ein recht nettes Notebook das mit ein wenig Arbeit und zusätzlichem Geld richtig brauchbar wird. Als nächstes steht noch ein Prozessor Tausch auf dem Programm. Vlt wird es ja dann was mit der längeren Akkulaufzeit.

  1. :mrgreen: Da werden Erinnerungen wach

    Eine Schraube hab ich sofort doll gedreht gehabt. Anscheint hat FSC um den Preis zu drücken sehr billige und damit weiche Schrauben verbaut. Da ich keinen Bock hatte Aufwändig die Schraube rauszuoperrieren, hab ich einfach mit nem 10mm Metallbohrer das Plastik rund um die Schraube weggebohrt. Schmutzige Lösung aber naja.

    Bei mir waren es 2 Schrauben. :???: (Wo Kräfte sinnlos walten)

    Da Du ja ein IT-Nerd bist, mal zwei Fragen an Dich:
    Wie bekomm ich unter Ubuntu die Grafikkarte richtig zum laufen? Hast Du vielleicht einen Treiberlink für mich?

    Thema Dualview: Wie schaff ich es, dass mein Bildschirm (Desktop) auf einen externen Monitor nicht geclont wird, sondern das ich den als zweiten verwenden kann, wo ich auch Fenster hin und her schieben kann.

    Falls Du darüber einen Artikel schreiben könntest, wäre das cool.

    Gruß Nico

    • Hi Nico,
      leider hab ich im Moment kein Ubuntu mehr auf meinem Notebook. Durch Zauberhand (vlt waren es auch irgendwelche Updates) hatte sich irgendwas an dem Grafiktreiber geändert und ich konnte mit nem 2. Bildschirm dran nur noch die Auflösung 800×600 nutzen. Was dann für das ab und zu präsentieren natürlich absolut indiskutabel ist.

      Sorry

  2. hallo, ich habe das problem, die beiden schrauben des kühlers nicht lösen zu können…eine ist rundgedreht. wie hast du die rausbekommen. wäre nett, wenn du dich kurz melden könntest mit tipps. danke. lg

    • Hi Philipp,
      eigentlich geht das ganz einfach. Hab aber auch ein wenig gebraucht, bis ich auf die Idee gekommen bin.
      Du nimmst eine kleine Flachzange oder die Zange von nem Schweizer Taschenmesser. Die setzt du dann so parallel wie möglich zum Mainboard an. Der Winkel muss halt möglichst gering sein, dass die geriffelte Fläche der Zange sich schön in die Schrauben Flanken “beißen” kann. Anschließend nur noch GANZ vorsichtig gegen den Uhrzeigersinn drehen. Ich musste auch mehrmals ansetzen, bis sich die Schraube gelöst hat. Nur nicht hektisch werden.
      Ich hoffe ich konnte dir helfen, ansonsten melde dich nochmal.

      Gruß Stephan

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