Pimp my ESPRIMO Mobile V5535 – Teil 2

Der Celeron Prozessor von untenDiesmal geht es um den Tausch des Prozessors in meinem Esprimo Mobile V5535. Wie bereits erwähnt war mir der Celeron M nicht genug. Deswegen hab ich mir bei eBay einen Pentium Dual-Core T2330 mit 2 mal 1,6GHz ersteigert. Dessen Vorteile: zwei Kerne und variable Taktfrequenz. Damit dachte ich, könnte ich sowohl mehr Leistung, geringere Temperatur als auch mehr Akkulaufzeit erreichen. Falsch gedacht. An der Akkulaufzeit ändert sich nichts. Auch die Hitzeentwicklung der CPU ist nicht besser geworden. Im Gegenteil, sind die Kerne richtig gefordert und Takten mit den vollen 1,6 GHz geht die Temperatur ordentlich hoch. 70°C hab ich schon gehabt. Dafür ist die Leistung ok. 

Nach dem Umbau hab ich mir die Daten der CPU mal genauer angesehen. Gleiche Termal-Design-Power wie der alte Celeron, 35Watt. Trotzdem kein totaler Fehlkauf. Außerdem waren auch nicht so viele Mobilprozessoren für den im Esprimo vorhandenen Socket P zu dem Kaufzeitraum verfügbar. Der Einbau selber währe auch recht einfach gewesen, wenn da die bereits beschriebenen billigen Schrauben nicht gewesen währen. Ausgerechnet die erste Schraube vom Kühlkörper die ich lösen wollte, hab ich rund gedreht. Danach ließen sich aber alle anderen problemlos lösen. Maiinboad des Esprimo Mobile V5535 mit Demontage Reihenfolge

Der Umbau

Angefangen hab ich mit den Schrauben für den Lüfter (1 und 2). Danach hab ich nochmal fix die Staubwolken zwischen Lüfter und Kühlrippen entfernt (3). Hätte alles mit den Schrauben der Kühlkörpers (4,5,6,7) geklappt hätte ich  alles sauber rausnehmen können. So musste ich halt vorsichtig biegen. Dann konnte ich die Sicherungsschraube (8) vom Sockel einmal um 180° drehen und dann vorsichtig die alte CPU rausnehmen. Anschließend alles wieder rückwärts zusammen setzen. CPU rein, dabei unbedingt auf die fehlenden Pins achten, sonst verbiegt man sich vlt. noch was. Sicherungsschraube wieder zurückdrehen, Kühler festschrauben, Lüfter montieren. Fertig.

Mein installiertes Ubuntu 10.04 kam mit dem Prozessor Umbau sofort zurecht. Auch das kleine Tool “Überwachung der Prozessortaktstufen” des Gnomepanels ließ ohne Konfiguration die Änderung der Taktstufen zu.

Die Ausgabe von /proc/cpuinfo gibt nun folgendes aus:

processor	: 0
vendor_id	: GenuineIntel
cpu family	: 6
model		: 15
model name	: Intel(R) Pentium(R) Dual  CPU  T2330  @ 1.60GHz
stepping	: 13
cpu MHz		: 800.000
cache size	: 1024 KB
physical id	: 0
siblings	: 2
core id		: 0
cpu cores	: 2
apicid		: 0
initial apicid	: 0
fdiv_bug	: no
hlt_bug		: no
f00f_bug	: no
coma_bug	: no
fpu		: yes
fpu_exception	: yes
cpuid level	: 10
wp		: yes
flags		: fpu vme de pse tsc msr pae mce cx8 apic mtrr pge mca cmov pat pse36 clflush dts acpi mmx fxsr sse sse2 ss ht tm pbe nx lm constant_tsc arch_perfmon pebs bts aperfmperf pni dtes64 monitor ds_cpl est tm2 ssse3 cx16 xtpr pdcm lahf_lm
bogomips	: 3200.01
clflush size	: 64
cache_alignment	: 64
address sizes	: 36 bits physical, 48 bits virtual
power management:

processor	: 1
vendor_id	: GenuineIntel
cpu family	: 6
model		: 15
model name	: Intel(R) Pentium(R) Dual  CPU  T2330  @ 1.60GHz
stepping	: 13
cpu MHz		: 800.000
cache size	: 1024 KB
physical id	: 0
siblings	: 2
core id		: 1
cpu cores	: 2
apicid		: 1
initial apicid	: 1
fdiv_bug	: no
hlt_bug		: no
f00f_bug	: no
coma_bug	: no
fpu		: yes
fpu_exception	: yes
cpuid level	: 10
wp		: yes
flags		: fpu vme de pse tsc msr pae mce cx8 apic mtrr pge mca cmov pat pse36 clflush dts acpi mmx fxsr sse sse2 ss ht tm pbe nx lm constant_tsc arch_perfmon pebs bts aperfmperf pni dtes64 monitor ds_cpl est tm2 ssse3 cx16 xtpr pdcm lahf_lm
bogomips	: 3200.12
clflush size	: 64
cache_alignment	: 64
address sizes	: 36 bits physical, 48 bits virtual
power management:

Fazit

Der Einbau der Intel(R) Pentium(R) T2330 mit 1,6GHz war bis auf die Schraubengeschichte recht Problemlos. Trotzdem überlege ich nun mir eine “low volt” oder “ultra low volt” Version einzubauen. Leistung ist mir nicht so wichtig wie Akkulaufzeit. Ob das was bringt weis ich nicht. eventuell verbrennen die anderen Komponenten wie Festplatte oder Display ja den meisten Strom. Vorstellen kann ich mir das aber nicht. Ich werde es aber mal ausprobieren.

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